Der Spitzingsee

 

Allgemeines und die Lage des Spitzingsees
Nur etwa 10 km von Schliersee entfernt, auf 1000 m Meereshöhe gelegen, umringt von einer wunderschönen Berg- und Wiesenkulisse schmiegt sich der knapp 20 Meter tiefe und etwa 60 ha große See wunderschön in die Landschaft ein. Nachdem man den Spitzingsattel überquer hat und wieder ein paar Meter bergab gefahren ist, liegt nach einer Kurve der See vor einem, ein Anblick der das Anglerherz schneller schlagen und die Begierde darin zu angeln auf ein Höchstmaß steigen lässt.
Die Artenvielfalt kann zwar nicht mit dem Schliersee konkurrieren, aber dennoch überrascht der See mit zahlreichen Friedfischen und Räubern, die auch in stattlichen Größen vorkommen.

Der See wird von den Fischereivereinen Miesbach-Tegernsee und Schliersee bewirtschaftet.

 
Gespeist wird der See von kleinen Gräben die in den See münden und einzelnen Unterwasserquellen. Der See ist fast auf der gesamten Uferlänge vom Ufer aus zu befischen, es befindet sich jedoch auch ein Bootsverleih am See. Die Umgebung lädt außerdem noch zum Wandern und Spazieren ein, so dass es an Wochenenden im Sommer und Herbst durchaus zu einem Ansturm von Wanderen und Spaziergänger kommen kann. Weicht man aber auf Wochentage aus, wo vielleicht nicht strahlender Sonnenschein herrscht, kann es vorkommen, dass man den ganzen See für sich alleine hat. Das Schöne auf dem Wasser ist das kein Segler, Motorboot, oder ähnliches den Fischer in seiner Ruhe stört. Das Spitzingseegebiet ist außerdem im Winter ein beliebtes Skigebiet.
 

Link zur Webcam

Anfahrt:
von München kommend A8 Ausfahrt Irschenberg. Von Irschenberg weiter Richtung Miesbach. Ab Miesbach geht der Weg über Hausham nach Schliersee von dort gerade weiter zum Spitzing. Insgesamt von Irschenberg bis Spitzingsee sind es ca. 30 km. Von München aus bis zum Spitzingsee sind es etwas über 60 km.
 
Vorkommende Fischarten:
Hecht, Schlei, Brassen, Renken, Aal, Barsch und diverse Weißfische
 
Die Fischarten im Einzelnen:
 
Der Hecht
Auf Grund des großen Futterfischaufkommens wächst der Hecht im Spitzingsee zu wahren Prachtexemplaren heran. Fische über einen Meter werden jedes Jahr gefangen. Als erfolgreichste Methode hat sich hier das Schleppfischen hervorgetan, aber auch der Ansitz mit Köderfisch und Pose vor den Schilfgürteln und den Wasserpflanzenfelder bringt immer wieder Erfolge.
 
Die Renken

Im Spitzing befindet sich noch die groß abwachsende echte Maräne. Durch dieses Vorkommen zählt der See für mich mit zu den besten Renkengewässern in Bayern. Kapitale Renken oberhalb der 60cm Marke sind immer möglich und werden jedes Jahr gefangen. Natürlich zählt auch die Hegene zum besten Köder auf Renken. Die beste Zeit ist nach dem Auftauen des Sees bis Mitte Juni und dann wieder ab Mitte September bis zur Schonzeit die Mitte Oktober beginnt.
 
Der Aal
Werden zwar nicht mehr besetzt, kommen aber immer noch sehr zahlreich vor. Die Größen bewegen sich zwischen 40 und max.70 cm. Als Topköder dient hier, nicht überraschend, der gute alte Tauwurm.
 
Die Brassen
Sind überall im See zu finden und kommen sehr zahlreich in allen Größen vor. Zudem werden sie von den einheimischen Anglern so gut wie gar nicht beangelt. Hier kommen Friedfischangler mit all Ihren bekannten Köder (Made, Caster, usw.) voll auf ihre Kosten.
 
Die Schleien
Man möchte es nicht glauben, dass die Schleien in einem Bergsee in der Anzahl und Größen vertreten sein können, wie es im Spitzingsee der Fall ist. Besonders in Schilfnähe, an Seerosen und Krautfeldern ist immer mit einer Tinca zu rechnen. Beste Köder sind Mistwürmer und Mais.
 
Der Barsch
Der Bestand an Barschen ist ebenso wie im Schliersee verbuttet, aus diesem Grund lohnt sich eine gezielte Barschangelei kaum. Nur für Spezialisten sind die einzelne größere Barsche zu fangen.
 
Sonstige Infos und Bestimmungen:
Der Saison beginnt bei völlig eisfreiem See (meist ab April) und endet am 15. November.
Staatlicher Fischereischein
Schleppfischen erlaubt
Erlaubt sind 2 Ruten mit jeweils max. 3 Anbißstellen
Echolot, Setzkescher und lebendiger Köderfisch sind verboten, ebenso sind Tiefschlepprollen und Downrigger nicht erlaubt.
Da sich der See ja auf 1000 Meter Höhe befindet, ist dringend entsprechender Kleidung erforderlich, da Schneeschauer Anfang Mai und wieder ab Mitte September nichts Außergewöhnliches sind. Auch im Sommer sollte zur Vorsicht immer Regenkleidung mitgeführt werden da, ein Sommergewitter in den Bergen recht heftig ausfällt.
 
Fischkartenausgabe:
Kiosk am Postgasthof St. Bernhard
83727 Spitzingsee
Telefon 08026/97540
Die Kosten für eine Tageskarte belaufen sich auf ca. 12 Euro ( Stand 2005).
Da die Gastkarten am Spitzingsee begrenzt ist, empfehle ich dringend, bei Besuchen ab September, sich vorher zu erkundigen, ob noch Gastkarten erhältlich sind. Außerdem ist die Parkplatzsituation zu beachten. Es gibt 2 kostenpflichtige Parkplätze (Kosten ca. 3,- Euro am Tag), wobei einer direkt am See liegt und der andere gute 50 Meter vom Wasser entfernt ist. Sonst ist fast nirgends ein Parken möglich. Vom Parken vor Gaststätten und dergleichen würd ich Abstand nehmen, weil ein abgeschleppter Wagen bedeutend teurer kommt, als ein gebuchtes Parkticket.
 
Tiefenkarte: Spitzingsee

Quelle : © Wasserwirtschaftsamt Rosenheim

Auf der Homepage des Wasserwirtschaftsamtes findet Ihr eine vergrößerte Version der Tiefenkarte Schliersee

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Tiefenkarte Spitzingsee nur für den eigenen Gebrauch verwendet werden darf.
 

Eine Skizze des Sees:

Legende
P = Parkplätze
B = Bootsverleih
K = Kartenausgabestelle
1;2; und 3 = Schilf- und Seerosengürtel
Rot = Ort Spitzingsee
 
 

HM AngelProfi wünscht Petri Heil

Wir bedanken uns bei Hr. Helmut Kolm für die Beschreibung der Fischerei am Schliersee.