Karpfenfische

 

Aitel od. Döbel Güster Perlfisch Weißer Amur
Barbe Hasel Der Frauennerfling Nerfling
Bitterling Karausche Rapfen od. Schied Steinkreßling
Brachsen Mairenke Rotauge od. Plötze Strömer
Elritze Laube od. Ukelei Rotfeder Gründling
Der Karpfen   Blaunase Ziege
Giebel Moderlieschen Schleie Zobel
Gründling Nase Schneider Zope

Der Karpfen

> Cyprinus carpio (L.)<

Bestimmung:
Der Karpfen gehört zur größten Familie der heimischen Fische, nämlich der Karpfenartigen oder Cypriniden. Außer bei der Stammform ist der Körper je nach Züchtung mehr oder weniger hochrückig und seitlich mäßig abgeflacht.
Zuchtformen:
Schuppenkarpfen, Spiegelkarpfen, Lederkarpfen, Zeilkarpfen.
Nicht verwechseln: SCHUPPENKARPFEN - KARAUSCHE - GIEBEL !
Das auffallendste Unterscheidungsmerkmal ist, dass weder Karausche noch Giebel Barteln haben.
Lebensraum:
Die Lebensräume dieser Fische sind warme, nahrungsreiche, stehende und langsam fließende Gewässer mit weichem Grund und Pflanzenbewuchs. Während der kalten Jahreszeit hält dieser Fisch eine Art Ruhezeit in tiefen Stellen seines Wohngewässers. Karpfen zählen zu den Krautlaichern. Die klebrigen Eier werden im seichten Wasser an Wasserpflanzen oder auch an überfluteten Gras abgelegt, wenn die Wassertemperatur 18° bis 20° erreicht hat. Die mittleren Größen bewegen sich zwischen 35 und 50 cm. Das Durchschnittsgewicht beträgt 2 bis 3 kg. Maximale Länge 110 cm, dann über 25 kg schwer werdend. Ungefähres Alter: über 40 Jahre. In einigen Gewässern lebt auch noch die schlankere Stammform des Karpfens, der am ganzen Körper beschuppte Wildkarpfen. Von ihm stammen eine Reihe von Zuchtformen ab. 
Nahrung:
Die Nahrung besteht vorwiegend aus Tieren des Boden und Uferbereiches, aber auch aus pflanzlichen Stoffen.
Bedeutung für die Fischerei:
In Europa ist er der wirtschaftlich bedeutendste Süßwasserfisch, und die Zuchtformen des Karpfen werden in Teichen gehalten, in Flüsse, Staubecken und wärmere Seen ausgesetzt.
Schonzeit:
Geschont ist der Karpfen im Monat Mai.
Mindestmaß:
Das Mindestmaß ist mit 35 cm festgesetzt.
ACHTUNG : Sonderbestimmungen der Bewirtschafter beachten !

Weißer Amur

>Gras od. Amurkarpfen<

>Ctenopharyngodon idella (VAL.)

Bestimmung:
Der Amur gehört zur großen Familie der Karpfenartigen und wurde Anfang der Siebzigerjahre bei uns aus dem fernen Osten eingeführt. Der Körper ist lang gestreckt, eher rundlich, das Maul geringfügig unterständig.
Nicht verwechseln : AMUR - AITEL !
Der Amur unterscheidet sich vom Aitel durch die merklich tiefer liegenden Augen sowie durch das etwas unterständige Maul mit einem kleinen, beweglichen Teil am Vorderende des Oberkiefers.
Lebensräume:
Die Lebensräume dieses Fisches sind wärmere Seen und Teiche wie auch das Stromgebiet der Donau, sofern ausreichend Pflanzenbewuchs vorhanden ist. Die mittleren Größen dieses Fisches betragen 50 bis 70 cm, unter guten Lebensbedingungen kann er aber bis über 100 cm und an die 30 kg schwer werden.
Nahrung:
Die Nahrung besteht überwiegend aus Wasserpflanzen, wobei Jungpflanzen bevorzugt werden. Die intensive Fresslust setzt bei Wassertemperaturen von etwa 20° Celsius ein.
Bedeutung für die Fischerei:
In der Teichwirtschaft wird der Amur künstlich erbrütet und anschließend in Angelteichen und Seen ausgesetzt, wobei ein Besatz mit Graskarpfen problematisch sein kann.
Schonzeit:
Da er sich in unseren Gewässern nicht natürlich fortpflanzt, ist für ihn weder eine Schonzeit noch ein Mindestmaß festgesetzt.
Mindestmaß:
siehe Schonzeit.
ACHTUNG : Sonderbestimmungen der Bewirtschafter beachten !

 

Die Schleie

> Tinca tinca (L.) <

Bestimmung:
Die Schleie gehört zu den Karpfenartigen, unterscheidet sich von diesen aber recht deutlich. Dieser Fisch ist dunkel bis olivgrün gefärbt, wobei häufig ein goldener Schimmer erkennbar ist.
Lebensraum:
Lebensräume der Schleien sind stehende und langsam fließende Gewässer mit weichem Grund und ausreichenden Pflanzenbewuchs. Das Ablaichen erfolgt an Wasserpflanzen bei einer Wassertemperatur von 20° C. Die Anzahl der Eier ist sehr groß. Im Durchschnitt wird dieser Fisch 30 bis 35 cm groß, mancherorts aber auch mehr als 50 cm lang und über 4 kg schwer. Ungefähres Alter: über 20 Jahre
Nahrung:
Die Nahrung besteht aus den verschiedensten Bodentieren aber auch aus Pflanzen.
Bedeutung für die Fischerei:
Regional ist die Schleie eine sehr geschätzte Delikatesse und besitzt große wirtschaftliche Bedeutung.
Schonzeit:
Geschont ist die Schleie vom 16. Mai bis zum 30 Juni.
Mindestmaß:
Das Mindestmaß ist mit 25 cm festgesetzt.
ACHTUNG : Sonderbestimmungen der Bewirtschafter beachten !

Der Aitel

>Döbel<

>Leuciscus cephalus (L.)<

Bestimmung:
Das Aitel gehört zu den Weißfischen unter den Karpfenartigen. Der Körper ist gestreckt und im Querschnitt fast rund.
Nicht verwechseln:  AITEL - HASEL !
Der Hasel hat kleinere Schuppen wobei die dunkle Umrandung fehlt.
Nicht verwechseln:  AITEL - AMUR !
Der Amur unterscheidet sich durch die merklich tiefer liegenden Augen .
Lebensraum:
Dieser Fisch ist sehr anpassungsfähig und kommt praktisch in jedem Gewässer vor. Aitel laichen in den Monaten April bis Juni, wobei die klebrigen Eier an Steinen und Wasserpflanzen abgelegt werden. Längen von 30 bis 40 cm gehören zum Durchschnitt, solche von 60 cm und 3 kg Gewicht sind aber gar nicht so selten. Ungefähres Alter: 8 - 10 Jahre
Nahrung:
Mehr oder weniger ist das Aitel ein Allesfresser.
Bedeutung für die Fischerei:
Durch seine vielen Gräten ist das Aitel bei den Anglern nicht sehr beliebt. Regional wird das Aitel als Steckerlfisch verwendet.
Schonzeit:
Wegen des häufigen Vorkommens hat das Aitel keine Schonzeit.
Mindestmaß:
Es ist kein Mindestmaß festgesetzt.

Die Barbe

>Flussbarbe<

>Barbus barbus (L.)<

Bestimmung:
Die Barbe gehört der großen Familie der Karpfenartigen an. Sie hat eine lang gestreckten Körper und wulstige Lippen mit 2 Paar Barteln.
Lebensraum:
Dieser Fisch bewohnt ausschließlich fließende Gewässer mit Schotter - und Sandgrund sowie verhältnismäßig klarem Wasser. Zum Ablaichen ziehen die Barben in größeren Scharen flussaufwärts um dort die Eier im Schotter abzulegen. Die Männchen haben einen Laichausschlag. Die Durchschnittsgrößen liegen zwischen 30 und 50 cm. Längen bis 90 cm und Gewichte bis 8 kg sind bei dieser Art möglich. Ungefähres Alter: 10 bis 15 Jahre
Nahrung:
Die Nahrung besteht vorwiegend aus den verschiedensten Bodentieren, seltener aus pflanzlichen Stoffen.
Bedeutung für die Fischerei:
Die Barbe hat hauptsächlich in der freien Fischerei ihre Bedeutung.
Schonzeit:
Geschont ist die Barbe vom 1 Mai bis zum 15 Juni.
Mindestmaß:
Das Mindestmaß ist mit 30 cm festgesetzt.
ACHTUNG : Sonderbestimmungen der Bewirtschafter beachten !

Das Rotauge

>Plötze<

>Rutilus rutilus (L.) <

Bestimmung:
Das Rotauge als typischer Weißfisch gehört zur Familie der Karpfenartigen. Der Körper ist seitlich abgeflacht und ziemlich hochrückig. Rücken und Kopfoberseite haben eine dunkle Färbung mit einem bläulichen oder grünlichen Ton. Die silbrigglänzenden Seiten werden gegen den Bauch hin heller.
Nicht verwechseln:  ROTAUGE - ROTFEDER !
Das Rotauge hat ein endständiges, die Rotfeder ein oberständiges Maul
Lebensraum:
Dieser Schwarmfisch lebt in stehenden oder fließenden Gewässern bis 1000 m Seehöhe. Das Ablaichen erfolgt im Bereich bewachsener Uferzonen. Die durchschnittlichen Längen liegen zwischen 15 bis 20 cm. Bei günstigen Lebensbedingungen kann das Rotauge über 30 cm erreichen und schwerer als 2 kg werden. Ungefähres Alter: 10 bis 15 Jahre
Nahrung:
Planktontiere, Pflanzen und sonstige Kleintiere.
Bedeutung für die Fischerei:
Eher gering.
Schonzeit:
Geschont ist das Rotauge vom 1. April bis zum 31. Mai.
Mindestmaß:
Das Mindestmaß ist mit 15 cm festgesetzt.
ACHTUNG: Sonderbestimmungen der Bewirtschafter beachten !

Die Rotfeder

>Scardinius erytrophthalmus (L.) <

Bestimmung:
Ein karpfenartiger Fisch ist auch die Rotfeder. Der Körper ist seitlich abgeflacht und wird mit zunehmenden Alter immer hochrückiger. Die Seiten sind glänzend mit gelblichen Ton, der Bauch ist silbrigweiß. Das oberständige Maul ist klein, die Maulspalte eng und schräg.
Nicht verwechseln: ROTFEDER - ROTAUGE !
Die Rotfeder hat ein oberständiges Maul, das Rotauge endständig.
Lebensraum:
Die Lebensräume dieses Schwarmfisches sind stehende ( bis 900m Höhe ) und langsam fließende Gewässer, wobei er sich gerne an bewachsenen Ufern nahe der Oberfläche aufhält. Das Ablaichen erfolgt im seichten Uferwasser über Pflanzen. Die Durchschnittsgröße beträgt etwa 20 cm, die maximale Länge 45 cm, dann bis über 2 kg schwer werdend. Ungefähres Alter: 10 bis 12 Jahre
Nahrung:
Planktontiere, Pflanzen und sonstige Kleintiere.
Bedeutung für die Fischerei:
Eher gering.
Schonzeit:
Geschont ist sie vom 1. April bis zum 31. Mai.
Mindestmaß:
Das Mindestmaß ist mit 15 cm festgesetzt.

Das Moderlieschen

>Leucaspius delineatus (HECKEL.)<

Bestimmung:
Einer der kleinsten Arten unter den Karpfenartigen ist das Moderlieschen. Der Rücken hat eine olive Färbung, Kopf und Körperseiten sind stark silberglänzend, die Flossen gelblich oder weißlich.
Nicht verwechseln: MODERLIESCHEN - LAUBE !
Das Moderlieschen hat im Gegensatz zur Laube eine kurze Seitenlinie.
Lebensraum:
Dieser Kleinfisch lebt gesellig in kleinen stehenden oder schwach fließenden Gewässern, wobei er sich nahe der Wasseroberfläche im dichten Pflanzenbewuchs der Uferregion aufhält. In den Monaten April und Mai werden die Eier in ringförmigen Bändern an den Stängeln der Wasserpflanzen abgelegt und von den Männchen bewacht. Die Durchschnittslängen betragen 6 bis 8 cm, selten wird dieser Fisch 10 cm lang. 
Nahrung:
Kleine Wassertiere aller Art, aber auch pflanzliche Stoffe.
Bedeutung für die Fischerei:
Keine
Schonzeit:
Das Moderlieschen ist ganzjährig geschont.
Mindestmaß:
Infolge der ganzjährigen Schonung entfällt das Mindestmaß.

Der Bitterling

>Rhodeus sericeus amarus (BLOCH)<

Bestimmung:
Die kleinwüchsigste Art der Karpfenfische ist der Bitterling. Das Maul ist endständig, die Maulspalte sehr klein.
Lebensraum:
Dieser kleine Schwarmfisch lebt in Teichen und im Uferbereich von Seen und langsam fließenden Gewässern mit Schlamm - oder Sandgrund, in denen auch Teich oder Malermuscheln vorkommen. 5 cm beträgt die Durchschnittsgröße, Längen von 9 cm sind das Maximum.
Ablaichen:
Der Laichvorgang vollzieht sich in den Monaten April bis Juni. Das Männchen wählt dazu eine Muschel aus , in deren Kiemenraum das Weibchen mit Hilfe einer Legeröhre paarweise Eier ablegt. Unmittelbar nach jeder Eiablage gibt das Männchen seine Samen über der Muschel ab. Dieser wird durch das Atmen der Muschel eingesaugt und so werden die Eier befruchtet. Im Kiemenraum der Muschel erfolgt die weitere Entwicklung. Die Brütlinge verlassen die Muschel erst, wenn sie schwimmfähig sind. Währen der Laichzeit schillern die Männchen vor allem im Kehlbereich auffallend rötlich.
Nahrung:
Die Nahrung besteht vorwiegend aus pflanzlichen Stoffen und verschiedenen Kleintieren.
Bedeutung für die Fischerei:
Keine
Schonzeit:
Der Bitterling ist ganzjährig geschont.
Mindestmaß:
Infolge der ganzjährigen Schonung ist kein Mindestmaß festgesetzt.

Der Perlfisch

> Rutilus frisii meidingeri <

Bestimmung:
Ein in seinem Bestand sehr gefährdeter Karpfenartiger ist der Perlfisch. Der Rücken dieses Fisches ist schwärzlichgrün gefärbt, die Seiten sind heller, der Bauch silberglänzend.
Nicht verwechseln: PERLFISCH - AITEL !
Der Perlfisch hat deutlich kleinere Schuppen.
Lebensraum:
Die Lebensräume dieses schon sehr seltenen Fisches sind einige Voralpenseen, wie Chiemsee, Wolfgang -, Mond - und Attersee. Auch in der Donau soll er noch vorkommen. Das Ablaichen erfolgt in den Zu - und Abflüssen der Seen und zwar an flachen, kiesigen Stellen in den Monaten Mai und Juni. Die mittleren Größen betragen 40 bis 60 cm. Größen von 70 cm und bis zu 5 kg Gewicht sind möglich.
Nahrung:
Kleine Wassertiere, Muscheln, Insektenlarven, Würmer und pflanzliche Stoffe sind seine Nahrung.
Bedeutung für die Fischerei:
In der Netzfischerei geht der Perlfisch als Beifang in das für Reinanken gedachte Netz. Der Sportfischer fängt diesen Fisch ab und zu bei der Hegenenfischerei.
Schonzeit:
Der Perlfisch ist ganzjährig geschont.
Mindestmaß:
Infolge der Ganzjährigen Schonung ist kein Mindestmaß festgesetzt.
ACHTUNG : Sonderbestimmungen der Bewirtschafter beachten!

Die Elritze

>Pfrille<

>Phoxinus phoxinus (L.)

Bestimmung:
Eine kleinwüchsige Art der Karpfenfische ist die Elritze ( Pfrille) . Die Färbung dieses Schwarmfisches ist je nach Wohngewässer wechselnd.
Lebensraum:
Seine Lebensräume sind klare, fließende und stehende Gewässer bis über 2000 m Höhe. Das Ablaichen erfolgt in großen Scharen im Flachwasser, wobei die Eier meist an Steinen abgelegt werden. Im Durchschnitt wird dieser Fisch etwa 10 cm, selten bis zu 15 cm groß.
Nahrung:
Kleintiere aller Art, sowie Anflugnahrung.
Bedeutung für die Fischerei:
Bedeutender Fisch in der Forellenregion.
Schonzeit:
Sie ist vom 1. April bis zum 31. Mai geschont
Mindestmaß:
Es ist kein Mindestmaß festgesetzt.

Die Laube

>Ukelei<

> Alburnus alburnus (L.) <

Bestimmung:
Zu den Kleinfischen unter den Karpfenartigen gehört die Laube. Der Körper ist schlank und seitlich abgeflacht. Die Laube ist silberglänzend.
Nicht verwechseln: LAUBE - SCHIED !
Eine Verwechslung mit dem Schied ist vor allem im Jugendstadium möglich. Der Schied hat eine Einkerbung am Oberkiefer und ein verdicktes Unterkieferende.
Nicht verwechseln: LAUBE - MAIRENKE !
Die Laube kann von der Mairenke dadurch unterschieden werden, dass die Laube einen verdickten Unterkiefer hat und ihr Bauch stark silberglänzend ist.
Nicht verwechseln: LAUBE - MODERLIESCHEN !
Das Moderlieschen hat einen bläulichen Längsstreifen, der vor allem im Bereich des Schwanzstieles gut erkennbar ist.
Lebensraum:
Die Lebensräume dieses Oberflächenfisches sind langsam fließende und stehende Gewässer. Das Ablaichen erfolgt an flachen, steinigen oder kiesigen Stellen in den Flüssen oder in den Zu - und Abflüssen der Seen. Dieser Fisch erreicht durchschnittliche Längen von 10 bis 20 cm, unter besonders geeigneten Lebensbedingungen auch über 20 cm.
Nahrung:
Die Nahrung besteht aus Kleintieren aller Art.
Bedeutung für die Fischerei:
Als Futterfisch in der Nahrungskette hat die Laube ihre Bedeutung.
Schonzeit:
Geschont ist die Laube vom 16. Mai bis zum 30. Juni. 
Mindestmaß:
Es ist kein Mindestmaß festgesetzt.

Die Mairenke

>Seelaube oder Schiedling<

>Chalcalburnus chalcoides mento (AGASSIZ)<

Bestimmung:
Zur großen Familie der Karpfenartigen gehört die Mairenke. Der Körper ist lang gestreckt, schlank und seitlich abgeflacht. Besonders auffällig und arteigen an diesem Fisch ist das oberständige Maul mit einem längeren verdickten Unterkiefer.
Nicht verwechseln: MAIRENKE - LAUBE !
Die Laube hat keinen verdickten Unterkiefer.
Nicht verwechseln: MAIRENKE - SCHIED !
In Seen, in denen Schiede und Mairenken vorkommen, ist eine korrekte Bestimmung deshalb zwingend, weil die Mairenke einerseits keine Schonzeit hat und andererseits ihr Mindestmaß nur 20 cm beträgt. Dazu muss man wissen und beachten, dass sich bei der Mairenke der Ansatz der Rückenflosse deutlich hinter dem Ansatz der Bauchflossen befindet, der Saum der Rückenflosse gerade verläuft, also nicht wie beim Schied nach innen gewölbt ist und das Auge tiefer liegt.
Lebensraum:
Dieser Fisch lebt vorwiegend in Seen, mitunter auch in den Altarmen der Donau. Das Ablaichen erfolgt im Mai, wobei die Eier über sandigem oder kiesigem Grund im See selbst oder in den Zu - und Abflüssen abgelegt werden. Die Durchschnittslänge liegt bei etwa 20 cm, mitunter erreicht dieser Fisch auch Längen von 30 cm.
Nahrung:
Die Mairenke ernährt sich im Wesentlichen von Planktontieren, Insektenlarven und Anflug, seltener von kleinen Bodentieren.
Bedeutung für die Fischerei:
Gering
Schonzeit:
Geschont ist die Mairenke vom 16. Mai bis zum 30. Juni. 
Mindestmaß:
Das Mindestmaß ist mit 20 cm festgesetzt.

Die Brachse

>Blei, Brassen<

>Abramis brama (L.)<

Bestimmung:
Die Brachse gehört ebenfalls zur großen Familie der Karpfenartigen. Diese Art gehört zu den hochrückigsten und seitlich am stärksten abgeflachten heimischen Fische. Das Maul ist fast rüsselartig vorstülpbar.
Nicht verwechseln: BRACHSE - GÜSTER !
Die Brustflossen des Güsters haben einen rötlichen Ansatz, der Augendurchmesser ist größer als die Maulspalte.
Nicht verwechseln: BRACHSE - ZOBEL !
Die Schnauze des Zobels ist hochgewölbt und auffallend stumpf.
Lebensraum:
Nach diesem Fisch ist die letzte der bei uns vorkommenden Gewässerregionen benannt. Die Brachse bewohnt Seen und langsam fließende Gewässer, wo sie sich in der wärmeren Jahreszeit in den Uferregionen zur Nahrungsaufnahme aufhält. Die klebrigen Eier werden an Uferpflanzen abgelegt. Die Durchschnittslänge bewegt sich um die 30 cm, es sind unter günstigen Verhältnissen aber auch Größen bis 70 cm und Gewichte bis 8 kg möglich. Ungefähres Alter: 15 bis 20 Jahre
Nahrung:
Verschiedene Bodentiere und pflanzliche Stoffe.
Bedeutung für die Fischerei:
Die Brachse wird sowohl vom Sportangler,  als auch in der Berufsfischerei genutzt. Regional gilt die Brachse als Delikatesse.
Schonzeit:
Geschont ist sie im Monat Mai
Mindestmaß:
Das Mindestmaß ist mit 25 cm festgesetzt.
ACHTUNG : Sonderbestimmungen der Bewirtschafter beachten !

Der Giebel

>Carassius auratus gibelio (BLOCH)<

Bestimmung:
Zur großen Familie der Karpfenartigen gehört auch der Giebel. Dieser Fisch hat ein geschlossenes Schuppenkleid und eine hochrückige, seitlich abgeflachte Körperform.
Nicht verwechseln: GIEBEL - KARAUSCHE !
Der Giebel hat im Gegensatz zur Karausche ein dunkles Bauchfell.
Lebensraum:
Dieser in Bodennähe lebende Fisch bewohnt stehende und langsam fließende Gewässer mit Pflanzenbewuchs. Das Ablaichen erfolgt in den Monaten Mai bis Juli, wobei die Eier an Pflanzen abgelegt werden. Im Durchschnitt wird dieser Fisch 15 - 20 cm groß. Sind günstige Lebensbedingungen vorhanden, kann er bis zu 2 kg schwer werden.
Nahrung:
Kleintiere aller Art und pflanzliche Stoffe sind seine Nahrung.
Bedeutung für die Fischerei:
Gering
Schonzeit:
Geschont ist der Giebel im Monat Mai.
Mindestmaß:
Es ist kein Mindestmaß festgesetzt.

Der Gründling

>Grundel, Gressling<

>Gobio gobio(L.)<

Bestimmung:
Der kleinwüchsige Gründling gehört zur Familie der Karpfenartigen. Der Bauch ist silberglänzend und hat meist einen rötlichen Schimmer. Die Bauchflossen sind eintönig hell.
Nicht verwechseln: GRÜNDLING - STEINGRESSLING !
Der Steingressling hat deutlich längere Barteln und ist ganzjährig geschont.
Lebensraum:
Dieser gesellig lebende Grundfisch lebt in schnellfließenden aber auch stehenden Gewässern mit kiesigem oder sandigem Grund und Pflanzenbewuchs. Die Eier werden im fließenden Wasser in Klümpchen an flachen Stellen an Steinen und Pflanzen abgelegt. Die Durchschnittslänge dieses Kleinfisches beträgt etwa 10 cm, selten wird er über 15 cm lang.
Nahrung:
Die Nahrung besteht aus allerlei Bodentieren und pflanzlichen Stoffen.
Bedeutung für die Fischerei:
Gering
Schonzeit:
Geschont ist der Gründling im Monat Mai.
Mindestmaß:
Es ist kein Mindestmaß festgesetzt.

Die Güster

>Blicke<

>Blicca bjoerkna(L.)<

Bestimmung:
Zu den Karpfenartigen gehört auch die Güster. Die Körperseiten sind heller und weisen einen Silberglanz auf. Kehlbereich und Bauch sind silberglänzend weiß. Der Körper ist seitlich abgeflacht und ziemlich hochrückig.
Nicht verwechseln: GÜSTER - BRACHSE !
Die Güster hat einen rötlichen Ansatz der Brustflossen.
Lebensraum:
Die Güster lebt in stehenden und langsam fließenden Gewässern. Das Laichgeschehen findet in den Monaten Mai und Juni statt und ist dem der Brachse ähnlich. Die Durchschnittsgröße beträgt etwa 20 cm, die maximale Länge um die 30 cm. Sie kann bis zu 2 kg schwer werden.
Nahrung:
Kleinlebewesen aller Art und pflanzliche Stoffe.
Bedeutung für die Fischerei:
Gering
Schonzeit:
Geschont ist die Güster im Monat Mai.
Mindestmaß:
Es ist kein Mindestmaß festgesetzt.

Der Hasel

>Häsling<

>Leuciscus leuciscus(L.)<

Bestimmung:
Ein typischer Weißfisch unter den Karpfenartigen ist auch der Hasel. Der Rücken hat eine schwarzblaue Färbung und häufig einen stahlblauen Glanz. Die Seiten und der Bauch sind gelblich oder weißglänzend. Ein unterständiges, vorstülpbares Maul sind charakteristisch für diesen Fisch.
Nicht verwechseln: HASEL - AITEL !
Der Hasel hat feinere Schuppen und sein Maul ist vorstülpbar. Auf Grund des Größenunterschiedes ist eine Verwechslung nur im Jugendstadium möglich.
Nicht verwechseln: HASEL - FRAUENNERFLING !
Der Hasel hat im Gegensatz zum Frauennerfling ein vorstülpbares Maul und dadurch einen kleinen Höcker auf der Schnauze. Verwechslung am ehesten im Jugendstadium.
Lebensraum:
Dieser Fisch lebt vorwiegend in fließenden Gewässern mit Sand und Kiesgrund. In stehenden Gewässern hält er sich nur in Zu - und Abflüssen auf. Die Eier werden an Pflanzen und Steinen abgelegt. Das Männchen hat während dieser Zeit einen feinkörnigen Laichausschlag. Die Durchschnittsgröße beträgt 20 cm, sehr selten wird er über 30 cm lang und 0,5 kg schwer.
Nahrung:
Die Nahrung dieses Kleintierfressers setzt sich aus Plankton, Anflug, Bodentieren und Insektenlarven, seltener jedoch aus Pflanzen zusammen.
Bedeutung für die Fischerei:
Gering
Schonzeit:
Der Hasel ist vom 16. März bis zum 15. Mai geschont.
Mindestmaß:
Es ist kein Mindestmaß festgesetzt.

Die Karausche

>Carassius carassius (L.)<

Bestimmung:
Die Karausche gehört zu den Karpfenartigen. Der Rücken ist olivgrün, manchmal blauschimmernd gefärbt. Die Körperseiten sind etwas heller, der Bauch gelblich bis grün.
Nicht verwechseln: KARAUSCHE - KARPFEN !
Die Karausche hat keine Barteln.
Nicht verwechseln: KARAUSCHE - GIEBEL !
Die Karausche hat im Gegensatz zum Giebel ein helleres Bauchfell.
Kein Mindestmaß festgesetzt, da ganzjährig geschont!
Lebensraum:
Dieser Bodenfisch lebt in flachen Bereichen von stehenden und langsam fließenden Gewässern und ist sehr zählebig. Die Laichzeit ist in den Monaten Mai und Juni. Die klebrigen Eier werden an Wasserpflanzen abgelegt. Durchschnittlich wird dieser Fisch etwa 15 - 20 cm groß. Unter günstigen Bedingungen sind Längen bis zu 50 cm und Gewichte von über 2 kg möglich. Vielfach kommen aber nur verbuttete Formen vor.   
Nahrung:
Die Nahrung besteht aus Bodentieren aller Art.
Bedeutung für die Fischerei:
Gering
Schonzeit:
Ganzjährig geschont
Mindestmaß:
Es ist kein Mindestmaß festgesetzt.

Die Nase

>Näsling<

>Chondrostoma nasus (L.)<

Bestimmung:
Ein symptomatischer Weißfisch bzw. Karpfenartiger ist die Nase oder der Näsling. Der Rücken ist dunkelgrau und hat einen grünen oder bläulichen Ton. Der Körper ist spindelförmig, eher rundlich und daher seitlich kaum abgeflacht. Außer der Rückenflosse und der Schwanzflosse haben die Flossen einen rosa bis roten, seltener einen violetten Ton.
Nicht verwechseln: NASE - BLAUNASE !
Der Körper der Blaunase ist vergleichsweise hochrückig, die Afterflosse wesentlich länger.
Lebensraum:
Dieser gesellig lebende Fisch kommt in der Barbenregion der Flüsse vor, wo er sich gerne in der Strömung aufhält. Zum Ablaichen wandert der Näsling in Schwärmen in Zuflüsse und größere Bäche, wo er in der Strömung auf pflanzenbewachsenen Steinen die Eier ablegt. Die Durchschnittsgröße liegt bei 30 cm, größere Exemplare erreichen bis zu 50 cm und werden über 2 kg schwer.
Nahrung:
Als Nahrung bevorzugt er pflanzliche Stoffe, besonders liebt er Algen, aber auch Kleintiere die am Grund leben werden verzehrt. 
Bedeutung für die Fischerei:
Die Nasenfischerei hat ist der freien Fischerei sehr beliebt. Die Nase wird auch mit dem Netz befischt.
Schonzeit:
Ihre Schonzeit hat sie vom 16. März bis zum 31. Mai 
Mindestmaß:
Das Mindestmaß ist mit 30 cm festgesetzt.
ACHTUNG : Sonderbestimmungen der Bewirtschafter beachten!

Der Schied

>Rapfen<

>Aspius aspius (L.)

Bestimmung:
Ein weiterer typischer Weißfisch unter den Karpfenartigen ist der Schied. Ein breites, oberständiges Maul, ein vorstehender. am Ende des Unterkiefer, dessen vorragender Teil in eine Vertiefung des Oberkiefers passt, sind spezifische Merkmale dieses Räubers unter den Cypriniden. Der Körper ist lang gestreckt und seitlich etwas abgeflacht.
Nicht verwechseln: SCHIED - LAUBE !
Da der Schied erst mit 40 cm entnommen werden darf, für die Laube hingegen kein Mindestmaß festgelegt ist, ist eine exakte Erkennung dieser beiden Fischarten unumgänglich. Die Laube hat kein verdicktes Unterkieferende. Außerdem ist die Maulspalte enger, die Afterflosse im Gegensatz zum Schied kaum eingebuchtet.
Nicht verwechseln: SCHIED - MAIRENKE !
In Seen, in denen Schiede und Mairenken vorkommen, ist eine korrekte Bestimmung deshalb zwingend, weil die Mairenke einerseits keine Schonzeit hat und andererseits ihr Mindestmaß nur 20 cm beträgt. Dazu muss man wissen und beachten, dass sich bei der Mairenke der Ansatz der Rückenflosse deutlich hinter dem Ansatz der Bauchflossen befindet.
Lebensraum:
Dieser Fisch lebt vorwiegend in den Mündungsbereichen der Zuflüsse und den Altwässern des Stromgebietes der Donau, kommt aber auch in Seen vor. Der Rapfen ist ein Oberflächenräuber. Erwachsene Tiere werden zu Einzelgängern. Die Eier werden an gut überströmten Schotterbänken abgelegt. Das Männchen hat während dieser Zeit einen starken Laichausschlag. Seine Durchschnittslängen betragen zwischen 40 und 60 cm, mitunter wird aber eine Länge von 100 cm und ein Gewicht von 10 kg erreicht.
Nahrung:
In seiner Jugend ist dieser Räuber ein Kleintierfresser, später besteht die Nahrung fast ausschließlich aus Kleinfischen aller Art.
Bedeutung für die Fischerei:
Der Schied ist durch seine Kampfkraft ein beliebter Fisch für den Sportangler.
Schonzeit:
Geschont ist der Schied vom 16. April bis zum 31. Mai
Mindestmaß:
Das Mindestmaß ist mit 40 cm festgesetzt.
ACHTUNG: Sonderbestimmungen der Bewirtschafter beachten !

Die Blaunase

>Rußnase<

>Vimba vimba (L.)<

Bestimmung:
Ebenfalls ein spezifischer Weißfisch unter den Karpfenartigen ist die Blaunase. Der Körper ist schlank, einigermaßen hochrückig und seitlich etwas abgeflacht. Das Maul ist unterständig, die Kiefer hufeisenförmig und fleischig. In Oberösterreichischen Seen (Attersee) lebt auch eine Unterart der Blaunase, die als Rußnase oder regional als Schiedling > Vimba vimba melanops <bezeichnet wird. 
Nicht verwechseln: BLAUNASE - NASE !
Der Körper der Blaunase ist vergleichsweise hochrückig, die Afterflosse wesentlich länger als bei der Nase.
Lebensraum:
Diese Art lebt in Flüssen oder Strömen mit sandigem Grund. Zur Eiablage unternehmen diese Fische mehr oder weniger weite Wanderungen flussaufwärts, wo sie scharenweise an pflanzenbewachsenen Stellen ablaichen. Während der Laichzeit werden Kehle und Brust orangerot oder goldgelb. 
Nahrung:
Kleine Tiere der Boden - und Uferregion dienen als Nahrung.
Bedeutung für die Fischerei:
Die Blaunase ist ein beliebter Angelfisch.
Schonzeit:
Geschont ist sie vom 16. April bis zum 31. Mai.
Mindestmaß:
Das Mindestmaß ist mit 25 cm festgesetzt.
ACHTUNG : Sonderbestimmungen der Bewirtschafter beachten!

Der Schneider

>Schusslaube<

>Alburnoides bipunctatus (L.)<

Bestimmung:
Dieser kleinwüchsige Schwarmfisch gehört zu den Karpfenartigen. Der Körper ist einigermaßen hochrückig und seitlich abgeflacht. Der Schneider hat eine ausgeprägte Seitenlinie und die bauchseitigen Flossen tragen einen rötlichen Ansatz.
Lebensraum:
Dieser Kleinfisch bewohnt klare, schnellfließende Gewässer, wobei Wassertemperaturen bis 25°C problemlos bewältigt werden. In den Monaten Mai und Juni erfolgt das Ablaichen an gut überströmten, seichten Uferstellen auf kiesigem Grund. Die durchschnittlichen Größen liegen bei 8 bis 10 cm, Längen von bis zu 15 cm sind selten.
Nahrung:
Als Nahrung dienen Kleintiere des Bodens, Plankton aber auch Anflug.
Bedeutung für die Fischerei:
Keine
Schonzeit:
Der Schneider ist ganzjährig geschont.
Mindestmaß:
Infolge der ganzjährigen Schonzeit ist kein Mindestmaß festgesetzt.

Der Nerfling

> Aland, Orfe, Gänglinge, Seider<

>Leuciscus idus (L.)

Bestimmung:
Dieser schon relativ seltene Fisch gehört zur Familie der Karpfenartigen. Die Körperform ist einigermaßen hochrückig und seitlich etwas abgeflacht. Das Maul ist endständig.
Nicht verwechseln: NERFLING - FRAUENNERFLING !
Der Frauennerfling hat ein kleineres, unterständiges Maul mit einer engen Maulspalte und merklich größere Schuppen.
Lebensraum:
Dieser Fisch bewohnt im Allgemeinen die fließenden Bereiche der Barbenregion, kommt manchmal aber auch in Seen vor. Die Eier werden an Pflanzen und Steinen der Uferregion abgelegt.  Im Durchschnitt erreicht dieser Fisch 30 bis 40 cm, unter günstigen Lebensbedingungen wird er aber auch bis zu 70 cm lang und 6 kg schwer. Ungefähres Alter : 7 bis 10 Jahre.
Nahrung:
In Flüssen ernährt sich diese Art von den vorkommenden Bodentieren, in Seen vorwiegend Plankton.
Bedeutung für die Fischerei:
In kleineren Mengen wird er in Netzen gefangen, er ist auch ein beliebter Sportfisch.
Schonzeit:
Der Nerfling ist ganzjährig geschont.
Mindestmaß:
Infolge der ganzjährigen Schonung ist kein Mindestmaß festgesetzt.

Der Frauennerfling

> Frauenfisch, Donaunerfling <

>Rutilus pigus virgo (HECKEL)<

Bestimmung:
Ein weiterer Vertreter der Karpfenfische ist der Frauennerfling. Die Kopfoberseite hat eine grünliche Färbung. Der Körper ist je nach Alter mehr oder weniger hochrückig und seitlich mäßig abgeflacht.
Nicht verwechseln: FRAUENNERFLING - NERFLING !
Der Frauennerfling hat ein kleineres unterständiges Maul mit einer engen Maulspalte und merklich größere Schuppen.
Nicht verwechseln: FRAUENNERFLING - HASEL !
Der Hasel hat im Gegensatz zum Frauennerfling ein vorstülpbares Maul und daher einen kleinen Höcker auf der Schnauze. Zu Verwechslungen kann es am ehesten im Jugendstadium kommen.
Lebensraum:
Dieser Fisch bewohnt hauptsächlich die Donau und einige größere Nebenflüsse. Das Ablaichen erfolgt in den Monaten April und Mai, wobei die Eier im Uferbereich an Steinen, Wurzelwerk und Pflanzen abgelegt werden. Die Durchschnittsgröße dieses Fisches beträgt 25 bis 30 cm. Er kann aber über 40 cm lang und dann über 2 kg schwer werden.
Nahrung:
Die Nahrung besteht aus Kleintieren der Bodenfauna.
Bedeutung für die Fischerei:
Gering
Schonzeit:
Der Frauennerfling ist ganzjährig geschont.
Mindestmaß:
Infolge der ganzjährigen Schonung ist kein Mindestmaß festgesetzt.

Der Steingreßling

>Gobio uranoscopus (AGASSIZ)<

Bestimmung:
Auch der Steingressling gehört zur Familie der Karpfenartigen.
Nicht verwechseln: STEINGRESSLING - GRÜNDLING !
Der Steingressling hat deutlich längere Bartfäden die bis über den hinteren Augenrand zurückreichen.
Lebensraum:
Er bewohnt Flüsse mit starker Strömung und lebt am Grund. Man findet ihn auch in der Forellenregion. Der Steingressling laicht im Mai und Juni, wobei er die Eier in kleinen Klumpen an Steinen und Pflanzen ablegt.
Nahrung:
Allerlei Bodentiere und pflanzliche Stoffe.
Bedeutung für die Fischerei:
Gering
Schonzeit:
Ganzjährig geschont.
Mindestmaß:
Infolge der ganzjährigen Schonung ist kein Mindestmaß festgesetzt.

Der Strömer

>Leuciscus souffia (RISSO)<

Bestimmung:
Der Strömer ist ein eher wenig beachteter Fisch unter den Karpfenartigen. Am Rücken hat dieser Fisch eine dunkelgrüne Färbung mit stahlblauem Ton. Die Seiten sind heller, der Bauch ist silberglänzend.
Lebensraum:
Die Lebensräume dieses Fisches sind das Stromgebiet der Donau, sowie einige ihrer Nebenflüsse. Auch manche Seen zählen zu seinem Lebensraum. Zwischen den Monaten März und Mai laicht er auf Kiesgrund in stark strömendem Wasser. Dieser gesellig, in größeren Tiefen des freien Wassers lebende Fisch wird durchschnittlich 15 cm, maximal jedoch nur 25 cm lang.
Nahrung:
Die Nahrung besteht aus kleinen Bodentieren und Plankton. 
Bedeutung für die Fischerei:
Gering
Schonzeit:
Der Strömer ist ganzjährig geschont.
Mindestmaß:
Infolge der ganzjährigen Schonung ist kein Mindestmaß festgesetzt.

Die Ziege

>Sichling<

>Pelecus cultratus (L.)<

Bestimmung:
Auch die Ziege gehört zur Familie der Karpfenartigen. Dieser Fisch ist durch einen schlanken, niedrigen Körper mit einer fast geraden Rückenlinie und einer kielförmigen Bauchkante gekennzeichnet. Auffällig sind auch die steil nach oben gerichtete Maulspalte, die großen Brustflossen, sowie die wellenförmige Seitenlinie.
Lebensraum:
Einige Donaustauräume, vor allem aber große Seen der Tiefebene (Neusiedler See) werden von diesem Fisch bewohnt. Die Eier werden an Pflanzen abgelegt. Die Durchschnittsgröße liegt bei 30 cm, Längen von 40 cm sind eher selten.
Nahrung:
Plankton und sonstige kleine Bodentiere bilden die Nahrung dieses gesellig lebenden Oberflächenfisches.
Bedeutung für die Fischerei:
Gering
Schonzeit:
Geschont ist die Ziege vom 1. Mai bis zum 30 Juni.
Mindestmaß:
Ein Mindestmaß ist nicht festgesetzt.

Der Zobel

>Pleinzen, Dornbrachsen<

>Abramis sapa (PALLAS)<

Bestimmung:
Ein Karpfenartiger ist auch der Zobel. Auffallend bei diesem stark abgeflachten und daher hochwüchsigem Fisch ist die rundlich hochgewölbte, stumpfe Schnauze und der helle, silbriggraue, schwach perlmutterartig glänzende Körper, wobei auch der Rücken kaum dunkler ist. Der untere Lappen der Schwanzflosse ist länger als der obere.
Nicht verwechseln: ZOBEL - BRACHSE !
Von der Brachse unterscheidet sich der Zobel am auffälligsten durch seine rundgewölbte Schnauze.
Nicht verwechseln: ZOBEL - ZOPE !
Die ganzjährig geschonte Zope hat ein endständiges Maul, mit einer schräg nach oben verlaufenden Maulspalte, sowie einen auffallend vom Körper abgesetzten Hinterkopf.
Lebensraum:
Die Lebensräume dieses gesellig lebenden Fisches sind größere Flüsse. Die Ablage der Eier erfolgt im Fließgewässer an seichten, pflanzenreichen Stellen. Die Männchen haben zu dieser Zeit einen Laichausschlag auf Kopf, Körper und der Innenseite von Brust - und Bauchflossen. Im Durchschnitt wird dieser Fisch etwa 20 cm groß, Längen um 35 cm sind schon selten.
Nahrung:
Als Nahrung dienen Bodentiere aller Art.
Bedeutung für die Fischerei:
Gering
Schonzeit:
Er ist vom 1 April bis zum 31. Mai geschont.
Mindestmaß:
Das Mindestmaß ist mit 25 cm festgesetzt.

Die Zope

>Pleinzen<

>Abramis ballerus (L.)<

Bestimmung:
Die Zope oder der Pleinzen gehört zu den Karpfenartigen. Der Körper ist mäßig hoch und seitlich abgeflacht. Das Maul ist endständig, die Maulspalte eng. Die paarigen Flossen sind gelblich, die übrigen weißlich gefärbt. Alle Flossen haben einen grauen Rand.
Nicht verwechseln: ZOPE - ZOBEL
Die ganzjährig geschonte Zope hat ein endständiges Maul, mit einer schräg nach oben verlaufenden Maulspalte, sowie einen auffallend vom Körper abgesetzten Kopf.
Lebensraum:
Als Lebensräume dienen diesem Fisch größere Flüsse Mitteleuropas und Seen Osteuropas. Er ist in der oberösterreichischen Donau selten anzutreffen, hauptsächlich aber in der niederösterreichischen Donau und im Neusiedlersee heimisch. Das Ablaichen erfolgt in den Monaten April und Mai an pflanzenbewachsenen Stellen, wobei Wanderungen flussaufwärts unternommen werden. Die Durchschnittslänge liegt bei etwa 25 cm, selten erreicht er um die 45 cm und ein Gewicht von über 1 kg.
Nahrung:
Als Nahrung dienen Bodentiere aller Art.
Bedeutung für die Fischerei:
Gering
Schonzeit:
Die Zope ist ganzjährig geschont.
Mindestmaß:
Infolge der ganzjährigen Schonung gibt es auch kein Mindestmaß.