Die Reinanke und ihre Zuordnung

Die Coregonen und ihr Lebensraum

Bestimmung der Coregonen

Die Nahrung der Renken
Sind Renken in unseren Seen fangbar?
Die Hegene
Die Nymphen
Der optimale Haken für unsere Renkennymphen
Das richtige Gerät für die Hegene am Schwimmer
Das richtige Gerät für die Hegene an der Rute
Renkenfischen mit dem Schwimmer
Renkenzupfen

Das Fachbuch für den Hegenenangler .

Wir haben das Buch für Euch gelesen und können es nur weiterempfehlen. Mit einem Klick auf das Buch kommt ihr auf die Website des Autors und könnt euch selbst ein Bild machen.

Die Maräne

>Schwebrenke,Blaufelchen<

> Coregonus lavaretus maraena <

Bestimmung :
Dieser zu den Coregonen gehörende Fisch kommt in einigen Formen vor. Im Wesentlichen lassen sie sich je nach Lebensweise in vier Formenkreise, bestehend aus zwei Schwebrenken und zwei Bodenrenken, einteilen.
Lebensraum:
Als Lebensräume dienen diesem Fisch die kleineren und größeren Seen des Alpen und Voralpengebietes, wobei er sich in den freien Wässern aufhält und nur selten ins Flachwasser zieht. Im Durchschnitt erreicht diese Art Größen von 30 - 50 cm. In nahrungsreichen Seen sind Gewichte bis zu etwa sechs Kilogramm ohne weiteres möglich.
Nahrung:
Die Nahrung dieses gesellig lebenden Fisches besteht vor allem aus Planktonkrebsen sowie aus den im Wasser lebenden Insektenlarven und Würmern.
Bedeutung für die Fischerei :
Alle Renkenarten sind in erster Linie für die Berufsfischerei von großer Bedeutung. Mit entsprechenden Ködern sind aber auch Fänge mit der Angel möglich. Speziell die große Schwebrenke in den Seen und die große Bodenrenke, welche durch Besatz in den Stauräumen großer Flüsse und in den noch verbliebenen Altwässern der Donau sowie einigen Grundwasserseen vorkommt, werden auch mit der Angel gefangen.
Schonzeit :
Sowohl die Reinanke als auch die Maräne ist in der Zeit vom 16. Oktober bis 31. Dezember geschont. 
Mindestmaß:
Das Mindestmaß ist mit 30 cm, in der Donau mit 25 cm festgesetzt.
ACHTUNG : Sonderbestimmungen der Bewirtschafter beachten !                                                        

Die Coregonen und ihr Lebensraum

Über die Herkunft der Coregonen wird die Meinung vertreten das sie zweifellos ursprünglich nordische Fische waren. Sie müssen mit den Schmelzwasserströmen am Ende der letzten Eiszeit vom Norden her bis zu den Alpen gelangt sein. Dem Weiterwandern gegen Süden stellten sich die Alpen als unüberwindliches Bollwerk entgegen. Beim Zurückgehen des Eises blieben große von Gletschern ausgeschürfte Seenbecken über. Diese mit Süßwasser gefüllten Seenbecken bildeten mit großer Wahrscheinlichkeit den ursprünglichen Lebensraum unserer Coregonen. Die meisten Coregonenseen haben überwiegend große Seenbecken mit sehr schmaler Uferbank (Schar) und damit geringer Pflanzenproduktion. Typische Renkenseen haben eine Größe von 300 ha bis hin zu riesigen Seenbecken wie dem Bodensee mit 476 km 2. Die Tiefe übersteigt meist 30 m. Die Temperatur in diesen Tiefen bewegt sich steht's um 4°C. Die großen Seen haben einen hohen Sauerstoffgehalt, wobei die Werte selbst im Sommer nicht unter 50 - 60 % fallen. Da aber durch künstlichen Besatz auch in kleineren Gewässern Renken eingebracht werden, kann man heute nahezu in jedem See auf diese Fische angeln.   Wenn die Wassertemperatur und der Sauerstoffgehalt eines Gewässers stimmen, kann man sogar Baggerseen (siehe Blinkerhitparade 2002 Mininger Baggersee) mit Maränen besetzen. Vor so einem Besatz sollte man aber auf jeden Fall einen Fachmann zu Rate ziehen, da ein Maränenbesatz für die übrige Fischfauna durchaus Nachteile bringen kann. Süddeutschland, Schweiz und Österreich sind die Hauptgebiete der Coregonen. 

 

Unterscheidung von Coregonen. 

Wir möchten euch hier keinen wissenschaftliche Vortrag halten, sondern in kurzen Worten erklären was es mit unseren Renken auf sich hat. Da es unzählige lokale Arten der Renken gibt und um bei dieser Artenvielfalt nicht die Orientierung zu verlieren unterscheiden wir zwei Hauptgruppen. Die Schwebrenke und die für uns interessante Bodenrenke. Da sich die Schwebrenke von kleinsten Organismen (Plankton) ernährt und die Bodenrenke auch größere Nahrung zu sich nimmt (Nymphen, Fischbrut) unterscheidet man sie am leichtesten durch den Kiemenreusenapparat. Der interessierte Sportangler kann also an Hand der Anzahl der Kiemenreusendornen Schweb - od. Bodenrenken unterscheiden.

Sind Renken in unserem See überhaupt fangbar ?

 Diese Frage stellt sich wohl jeder Angler wenn er mit der Hegene an seinem Hausgewässer oder im Urlaub fischen will. Um das herauszufinden braucht es nur ein bisschen  Fachwissen und Spürsinn. Wenn man an ein Gewässer kommt wo die Hegenenanglerei auf Renken noch nicht ausgeübt wird, schauen wir als erstes auf den Charakter unseres Sees. (siehe Coregonen und Ihr Lebensraum). Ist die Größe und Tiefe unseres Sees dem Lebensraum der Renken entsprechend und passt auch der Sauerstoffgehalt sind wir schon einen Schritt weiter. Als nächstes beobachten wir, wenn es eine gibt, die Berufsfischerei. Wenn Schwebnetze ausgebracht werden, gibt es fast sicher auch Renken im See. Als Schwebnetze werden Netze bezeichnet die meistens im Freiwasser ausgebracht werden und in einer Tiefe von 5 - 15 schweben. Diese Netze sind durch die, wie auf einer Kette aneinander gereihten, Schwimmkörper leicht erkennbar. Eine andere Variante sind Grundnetze, die allerdings meistens nur mit einer Boje gekennzeichnet sind. Will man auf Nummer sicher gehen, geht man zum ansässigen Berufsfischer und kauft sich, wenn es welche gibt, ein paar Renken. Ideal wären unausgenommene Fische um anhand des Schlundinhaltes der Fische herauszufinden welche Nahrung die Renken bevorzugen. Im zeitigen Frühjahr bis in den Juni hinein werden von den Renken meistens Nymphen gefressen. Im Renkenmaul, Schlund und im ersten Magenbereich findet man Nymphen die zum Teil noch leben und gute Rückschlüsse über die Ernährung der Renken geben. Da man Renken  in der Regel aber nur ausgenommen bekommt, sollte man auch anhand des Kiemenreusenapparates erkennen können, ob unsere Renken fangbar sind. 

Folgende Grafik soll Euch die Bestimmung erleichtern.

Wie in der Grafik erkennbar sind die Kiemenreusendornen bei den Planktonfressern länger und dichter gereiht um das Plankton herauszufiltern. 

Wenn es sich bei den Renken also um Grobtierfresser mit ca. 25 Kiemenreusendornen handelt, sind die Renken in unserem See fangbar und einer gezielten Fischerei steht nichts mehr im Wege.

Die Nahrung der Renken

Der Fang von Renken wurde vor noch nicht allzu langer Zeit nicht für möglich gehalten, da man der Meinung war dieser Fisch sei ein reiner Planktonfresser. Durch Magenuntersuchungen an Netzfängen stellte sich heraus, das die Renken sehr wohl auch gröbere Nahrung zu sich nehmen. Speziell in den kalten Jahreszeiten stellen sich die Renken auf die je nach Gewässer in Massen vorkommenden Mückenlarven als Nahrungsquelle ein. Bei den  großen Bodenrenken hat sich sogar ein richtiges Raubverhalten ausgebildet, was an einigen Seen schon zu Problemen geführt hat (Bruträuber). Dieses Verhalten wurde durch Fänge beim Schleppfischen mit kleinen silbernen Blinkern bestätigt. Es wurden schon Maränen gefangen die den Magen voll mit Fischbrut hatten. In der Regel nehmen die Renken Mückenlarven als Nahrung auf, wobei sie sich in der wärmeren Jahreszeit auf Plankton ( Plankton erkennt man als grünliche Masse im Schlund und im Magensack ) umstellen. In den Sommermonaten kann es auch sein, das die Renken an die Wasseroberfläche kommen und Anflugnahrung nehmen. Am Wolfgangsee konnte ich dieses Verhalten auch in den Frühjahrsmonaten beobachten. Überhaupt kann man sagen, daß durch die Artenvielfalt der Coregonen das Verhalten an jedem See ein wenig anders ist. Ich hoffe das ich dieses Thema einigermaßen beschrieben habe.

Die Hegene

Bei einer Hegene handelt es sich um ein Fanggerät für Fische aller Art. Regionale Bezeichnungen sind auch das Paternoster oder die Gambe. Hauptschnur und Abzweiger (Springer) sind Bestandteil einer Hegene. Eine Spitzenhegene wird nur mit ausgewählten Schnüren und Nymphen gefertigt. Beides sollte aufeinander abgestimmt sein. 

H -M Spezial Renkenhegene

Die Schnur
Der wichtigste Teil einer Hegene ist mit Sicherheit die Schnur. Da Renkenfischen üblicherweise in Gewässern mit großen Sichtweiten ausgeübt wird, muss unsere Hegenenschnur im Wasser natürlich so unsichtbar als nur möglich sein. Als beste Schnur, auch was das Preisleistungs - Verhältniss betrifft, hat sich unsere Copolymner erwiesen. Der größte Vorteil dieser hochwertigen Angelschnur ist ihre Unsichtigkeit. Eine monofile Angelschnur wird dann unsichtbar wenn der Lichtbrechungsindex des Schnurmaterials dem des Wassers angepasst werden kann. Bei der Copolymer ist dies im ganz besonderen Maße gelungen. Deshalb wird hier in Kombination mit den Farbpigmenten " hellgrau ", eine höchstmögliche Unsichtbarkeit in einem klaren Wasser erreicht. 

Um Euch den Aufbau einer Hegene besser erklären zu können, haben wir folgende Grafik eingefügt.

 Natürlich kann man auch noch feiner fischen aber mit dieser Schnurkombination wird man immer seine Fische fangen.

Hegenenbinden
Beim Binden einer Hegene sollte man folgende Faktoren beachten. 
             

1.

Fischt man mit der Hegene im Freiwasser ?
Wenn die Hegene im Freiwasser oder 1 - 2 m über Grund verwendet wird, ist es von Vorteil wenn die Abzweiger in großen Abständen eingebunden werden. Als ideal hat sich ein Abstand von 40 - 50 cm erwiesen. Man kann jetzt eine größere Wasserschicht abfischen. Ein weiterer Vorteil ist, das man beim Keschern nicht so leicht Verwicklungen bekommt, da die Nymphenabstände größer sind.

2.

Fischt man mit der Hegene am Grund ?
Werden die Renken bevorzugt am Grund gefangen, werden die Abstände der Abzweiger auf 20 - 30 cm festgelegt. Damit werden unsere Nymphen auf 1 - 1,5 m am Grund konzentriert und unserer Fangchancen steigen.

 3.

Schnurstärke für Abzweiger
Als Abzweiger wird eine 0,18 er verwendet und mit einer max. Länge von 4 cm eingebunden. Dadurch stehen die Nymphen besser ab und die Lockwirkung wird deutlich größer. Die Nymphen werden mit einem speziellen Schlaufenknoten eingebunden der ihnen ein verführerisches Spiel verleiht. Man kann natürlich auch eine noch feinere Schnur wählen um seine Fangchancen zusätzlich zu steigern. Die Nymphen dürfen aber auf keinen Fall nur runterhängen und sich um die Hegenenhauptschnur drehen. Wenn die Abzweiger zu lang gebunden wird, also deutlich über 5 cm, sind Fehlbisse vorprogrammiert. Renken beissen meistens sehr zart und wenn sie den Haken spüren lassen sie sofort los. Bei einem langen Abzweiger ( über 5 cm ) kann es sein das man den Biss nicht einmal bemerkt.

4.

Schnurstärke für Hegene
Da es die Qualität unserer Copolymner zulässt, können wir eine 0,15 er mit 2,4 kg Tragkraft verwenden. Noch feiner würde ich nicht empfehlen, da sonst die Gefahr eines Abrisses zu groß wird. Speziell beim Schwimmerfischen, wenn mit schwereren Bleien ( 40 gr ) geworfen wird, wurden schon viele Hegenen versenkt . Im übrigen sind schon unzählige Hechte mit der Hegene gehakt worden und dann kann eine gewisse Sicherheit bei der Schnur nie schaden.

5.

Schnurstärke für Hauptschnur
Als Hauptschnur wählen wir eine monofile 0,18 er mit 3,6 kg Tragkraft. Die Vorteile sind, Sicherheit gegen Abriss beim Schwimmerfischen und wenig Abdrift beim Zupfen wenn die Strömungsverhältnisse etwas stärker werden. 

INFO

In letzter Zeit gibt es unter Renkenanglern die Diskussion Pro und Contra geflochtene Hauptschnur. Um es kurz und bündig zu machen. Wir raten von der Verwendung einer geflochtenen Schnur ab, da es widersinnig wäre, weiche Ruten zu verwenden um ein Ausschlitzen zu vermeiden und dann kommt eine Schnur ohne Dehnung zum Einsatz. Ausgenommen ist die Fischerei mit der Hegene auf Seesaiblinge und Barsche.

Die Nymphen

Die Farben des Erfolges

Ein weiterer wichtiger Bestandteil einer Hegene sind natürlich die Nymphen. Um die richtige Nymphenwahl zu treffen, sollte man  Faktoren wie Wetter, Wasserfarbe und Fangtiefe berücksichtigen. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung und durch viele Gespräche mit Renkenanglern an anderen österreichischen Seen können wir eine Richtlinie für die Farbe unserer Nymphen erstellen.

Richtlinie für die Farbe der Nymphen
Helles Wetter Dunkles Wetter
Nymphenfarbe Nymphenfarbe
Mehr Sichtigkeit - Naturfarben Weniger Sichtigkeit - Reizfarben
Gedeckte Farben aus Kreppnylon und Metallic Glitzer - Farben aus Lureflash und Metallic
Rot, Schwarz, Blau, Grün Rot, Schwarz - meliert, Blau, Grün, Gold
Kreppnylon

Schwarz - Blau

Nr : 1

Lureflash

Schwarz - Blau

Nr : 6

Kreppnylon

Schwarz - Rot

Nr : 2

Lureflash

Schwarz - Rot

Nr : 8

Kreppnylon

Schwarz - Grün

Nr : 5

Lureflash

Schwarz - Grün

Nr : 10

Metallic

Schwarz - Blau

Nr : 32

Lureflash

Schwarz - meliert

Nr : 11

Die gleiche Faustregel gilt natürlich auch für Hegenen.

Diese Richtlinie soll aber nur eine Unterstützung für die richtige Farbwahl sein. Durch die Vielzahl der verschiedenen Renkennymphen und Hegenen hat der Renkenangler natürlich genug Möglichkeiten verschiedene Systeme auszuprobieren. Dieser Umstand macht unser Hobby noch interessanter und ein guter Renkenangler ist auch immer ein guter Beobachter, der sich den Gewässerbedingungen anpasst.

Als Hakenfarbe hat sich Gold als am fängigsten erwiesen. Da aber nicht jeder Tag gleich ist, sollte man natürlich auch brünnierte Haken im Boot haben. Speziell am Walchensee beissen die Renken auch gerne auf kleine schwarze 0,16 er Nymphen.

Der optimale Haken für unsere Renkennymphen

Da es am Markt eine Vielzahl verschiedener Nymphenhaken gibt, möchten wir euch ein paar Tipps für die Beschaffung geeigneter Haken geben. Ein für die Hegenenfischerei geeigneter Haken sollte einige wichtige Eigenschaften haben.

1. Der Haken sollte gut greifen.

Renkenangeln mit der Zupfrute ist Konzentrationssache. Wer kennt das nicht ? Man steht oder sitzt stundenlang im Boot, hebt seine Hegene im Minutentakt und kaum legt man seine Rute am Bootsrand ab, steht schon die feine Spitze gerade. Der Anschlag geht natürlich daneben und wir haben das Nachsehen. Aus diesem Grunde sollte man nur Haken verwenden die auch in solchen Situationen ihrer Aufgabe gewachsen sind. Das wichtigste Detail ist die Hakenöffnung ( Gape ). Je weiter die Öffnung ( Wide - Gape ), desto besser greift der Haken im Fischmaul. Da man meistens in Tiefen zwischen 10 - 20 m fischt, kann man sich vorstellen wie wichtig dieser Umstand ist. Durch eine gebogene Hakenschenkelform wird die Öffnung zusätzlich erweitert. Ein gebogener 0,14 er hat z.b. die selbe Öffnung wie ein gerader 0,12 er. Dadurch kann man auch mit kleinen Hakengrößen effektiv auf Renken angeln. Das Öhr unseres Renkenhakens sollte nach unten schauen, da der Haken bei einem Anhieb dadurch noch besser greift als bei einem geraden oder nach oben gerichteten Öhr. 
Zusätzlich eignet sich die gebogene Hakenform hervorragend zum Binden von Renkennymphen.

Renkennymphe Nr. 60 gebunden auf VMC 9202GO14

2. Ausschlitzen
Da Renken, wie jeder weiß, ein sehr weiches Maul haben, sollte unser Haken eher dickdrahtig gewählt werden. Etliche Renkenangler werden jetzt die Nase rümpfen und das höhere Gewicht dieser Haken als Nachteil sehen. Der dickdrahtige Haken hat aber den großen Vorteil, das er nicht so stark wie ein dünndrahtiger Haken durch die filigrane Haut und der Lippe am Renkenmaul durchschneidet. Speziell mit der Zupfangel ist dieser Aspekt wichtig, da man durch den Anschlag das Renkenmaul einreißt und der Haken meistens nur noch von der Lippe gehalten wird. Wenn die Renke jetzt noch zu rucken beginnt ist ein dickdrahtiger Haken mit Sicherheit besser da er die Lippe nicht so leicht durchschneidet. 
3. Aufbiegen
Speziell bei der Fischerei mit der Renkenbombe hängt die Renke meistens im Unterkiefer oder im Knorpel an der Spitze des Oberkiefers. Normal hängt sie hier todsicher, außer der Haken biegt sich auf. Ganz kann man das Aufbiegen dieser kleinen Haken nicht verhindern, aber auch hier kann man durch Verwendung des dickdrahtigen Hakens etwas gegensteuern. 

Die folgende Grafik zeigt die Details unseres gebogenen Renkenhakens.

VMC 9202DO

Es gibt natürlich auch andere sehr gute Renkenhaken am Markt (Kamasan), aber da wir auch das Preis - Leistungsverhältnis im Auge haben müssen, sind wir überzeugt das der VMC 9202  insgesamt gesehen, der für die Hegenenanglerei am besten geeignetste Haken ist.

Das richtige Gerät für die Hegene am Schwimmer 

Bei der Wahl der richtigen Rute sollte man 2 Dinge beachten. Angelt man vom Ufer oder vom Boot aus ? Die Uferangelei verlangt eine Rute mit entsprechendem Rückgrad um die zum Teil in einiger Entfernung liegenden Fangzonen (Kante) zu erreichen. Eine 3,30 - 3,60  m lange Rute mit einem Wurfgewicht von 40 gr und einer weichen Spitze hat sich als ideal erwiesen. Die Hauptschnur sollte wegen der hohen Beanspruchung etwas stärker gewählt werden.  Der Stopperknoten ist ein wichtiger Bestandteil dieser Montage und muß aus einem textilem Faden bestehen. Die Hauptschnur würde sonst durch das oftmalige Tiefenverstellen aufgeraut werden. Man muß darauf achten das dieser Knoten immer am unteren Spulenrand sitzt, da sich sonst beim Wurf die Schnur aufhängt und die Hegene abreißt. Anleitungen für diesen Knoten findet man in jeder Knotentabelle. Für die Angelei vom Boot aus gilt das gleiche, nur kann die Rute noch weicher gewählt werden da man keine großen Wurfweiten benötigt. Der Renkenschwimmer sollte eine Tragkraft von 40 gr haben und besteht aus Hartschaum oder Styropor. Wir fertigen unsere Schwimmer (Renkenbombe) aus Styropor und versehen sie mit einer weithin sichtbaren Leuchtfarbe. Eine lange Antenne (20 - 30 cm ) ist von Vorteil.

Das richtige Gerät für die Hegene an der Rute (Zupfen)

Das sogenannte Renkenzupfen ist die Krönung der Fischerei auf Renken und ist wenn man es richtig betreibt eine sehr effektive und kurzweilige Angelart. Richtig heißt in diesem Fall das ständige Heben und Senken unserer Hegene. Man kann sich denken das für diese Angelei nur das leichteste und ausgewogenste Gerät in Frage kommt. Die Spezialisten unter den Renkenanglern verwenden ausgesuchte Fliegenblanks mit einer speziell für das Zupfen gemachten Rolle. Diese Achsrolle ist auf einer anderen Seite noch näher beschrieben und ist für mich beim Renkenzupfen unverzichtbar. Wir verwenden Bleie bis zu 15 gr mit einem Karabiner zum schnellen Ausfädeln durchs Keschernetz. Wer einmal eine Renke im Keschernetz hatte, weiß was ich damit meine. Überhaupt sollte man nur Kescher mit monofilem Netz verwenden, was ein Aushaken der Nymphen wesentlich erleichtert. Über das Gewicht des Hegenenbleis gehen die Meinungen weit auseinander und ich möchte mich auch nicht festlegen. Auf jedem Fall sollte man sich den Gegebenheiten anpassen (Strömung, Drehender Wind)

Renkenfischen mit der Renkenbombe

1. 

Schwimmerfischen vom Boot
Das Renkenfischen mit dem Schwimmer ist eine sehr erfolgreiche Alternative zum Zupfangeln. Wir wenden es in erster Linie dann an, wenn die Renken flach stehen und durch das Boot eine Scheuchwirkung besteht. Auch bei starkem Wellengang sollte man den Schwimmer verwenden, da durch das ständige auf und ab ein Zupfen schwer möglich ist. Den Schwimmer muß man immer den Windverhältnissen anpassen. 

Faustregel für Renkenschwimmer

Starker Wind Versunkener Schwimmer  Tragkraft unter 40 gr
Schwach windig oder Windstill Schwimmer Tragkraft 40 - 50 gr je nach Blei

!! ACHTUNG !!

Beim Renkenfischen mit der Renkenbombe kann auf einen Anhieb verzichtet werden da sich die Renken durch das hohe Bleigewicht selbst haken. Bei einem Biss wird nur gefühlvoll Schnur aufgenommen und die Renke unter ständigem nicht zu starkem Zug gedrillt.

1.1

Schwimmerfischen vom Boot mit Hegene am Grund
Bei ablandigem Wind, wenn man den Wind  im Rücken hat, wirft man die Hegene weit in den See hinaus und kurbelt sie wieder solange heran bis der Schwimmer schräg steht. Wenn der Schwimmer liegt macht das aber auch nichts, nur muss man ihn dann genauer beobachten um den Biss zu erkennen. Durch das hohe Bleigewicht (ca. 40 gr.) hakt sich die Renke selbst und es muss kein Anhieb mehr erfolgen. Mit einem gefühlvollem Drill und einer weichen Bremseinstellung führen wir die Renke ans Boot. Beim Keschern sollte man sitzen bleiben. Erstens kann man im Eifer des Gefechts leicht das Übergewicht verlieren und zweitens kann man die Renke durch unser Aufstehen zu einer letzten Flucht motivieren und wir haben das Nachsehen.
1.2

Schwimmerfischen vom Boot über Grund

Da Renken nicht immer nur am Grund ziehen sondern durchaus auch höhere Wasserschichten auf der Suche nach Nahrung durchkämmen, sollte man es auch einmal 1 - 2 m höher probieren. Zu diesem Zweck lässt man den Schwimmer am Boot und senkt die Hegene durch Verschieben des Stopperknotens auf den Grund. Dann zieht man den Stopperknoten um 1 - 2 Meter wieder Richtung Hegene. Diese Prozedur wiederholt man solange, bis man die Renkentiefe findet.

1.3

Schwimmerfischen mit dem Sinker

Der optimale Anwendungsbereich des Sinkers sind Seen wo sich die Renken bevorzugt in Grundnähe aufhalten. Man erspart sich das ständige Stopperknoten verschieben, schont dadurch die Hauptschnur, und die Hegene ist immer gestreckt in Grundnähe. Da an manchen Seen (Weißensee) auch stark drehender Wind vorkommt, ist der Sinker von Vorteil, da er nicht umhertreibt sondern dort bleibt wo man ihn haben will. Es gibt Situationen beim Renkenangeln da beissen Renken nur an gewissen Stellen und da ist es schon gut wenn der Schwimmer nicht immer wegtreibt. Sicher, man kann seinen Schwimmer auch umlegen dann ist die Hegene auch am Grund oder man kann ihn genau einstellen so das er schräg steht. Aber wenn wir etwas tiefer fischen wollen, muss man schon wieder den Stopperknoten verschieben. Hier findet der Sinker seine Anwendung. Eingestellt wird der Sinker auf ca. 1-2 m unter der Wasseroberfläche.

TIPP !!

Der Sinker ist optimal bei starkem Wellengang da er durch sein Sinken die Wellen umgeht und nur von der Strömung hin und her gezogen wird. Mit dieser Methode sind oft Traumfänge möglich.

2.

Schwimmerfischen vom Ufer

Die Uferangelei mit der Renkenbombe ist schnell erklärt, da der Bereich den wir Abfischen, relativ klein ist. Man wirft seine Montage aus und zieht sie langsam Richtung Ufer bis man Grundberührung hat. Wenn der Schwimmer leicht schräg steht und bei kleinen Wellen umfällt, haben wir die richtige Einstellung. Den Renkenbiss erkennt man wenn der Schwimmer liegen bleibt oder abzieht. Auch hier muss man erst die richtige Tiefe erwischen. Bei ablandigem Wind den Schwimmer flach legen und durch die Strömung wird die Hegene seewärts gespannt und die Nymphen spielen verführerisch über dem Grund. Bei auflandigem Wind funktioniert das Ganze umgekehrt. Wenn die Renken höher stehen stellt man den Stopperknoten einfach 1 - 2 m höher. Ein Anhieb ist nicht notwendig, da sich die Renken durch das hohe Bleigewicht selbst haken.

2.1

Sinkerfischen vom Ufer

Die Vorteile des Sinkers beim Uferangel sind seine guten Wurfeigenschaften kombiniert mit seinem Absinken bei einem Bleigewicht von 40 gr. Da sich die Hegene am Grund befindet, sind unsere Nymphen meistens im Blickfeld der am Ufer entlangziehenden Renken. Man stellt die Rute in einem steilen Winkel auf und spannt die Schnur so, dass man an der Rutenspitze den Biss erkennt. Bei einem Biss wird die gespannte Schnur locker und der Sinker schießt aus dem Wasser. In der Regel bleibt er an der Wasseroberfläche liegen, außer es handelt sich um einen Barsch oder einen anderen Fisch. Auch vom Ufer ist ein gefühlvoller Drill gefragt wobei man die Rute hochhalten sollte um ein Einhängen der Hegene am Grund zu vermeiden. Ideal sind Ruten ab 3.30 m mit einem Wurfgewicht ab 40 gr.

Dieser Schwimmer hat 40 cm Länge und ist optimal bei starkem Wellengang

Renkenzupfen

Das Renkenzupfen funktioniert natürlich nur vom Boot aus. Eine gute Gewässerkunde und ein wenig Beobachtungsgabe sind die Voraussetzungen die einen guten Renkenangler ausmachen. Man kann sich natürlich auch einen Pulk Renkenangler suchen und sich dazustellen. Da die Renken auf der Suche nach Nahrung aber überall umherziehen und der See viel Platz zum Angeln bietet, würde ich einen eigenen Angelplatz bevorzugen. Außerdem ist es einen weitverbreitete Unart, das wenn jemand eine Renke fängt, dieser dann von Booten umzingelt wird. Aber dieses leidige Thema möchte ich hier nicht näher berühren. Gute Stellen im See sind lange seichte Buchten mit schlammigen Untergrund. Steilufer mit Pflanzenbewuchs sind ein Geheimtipp. Wenn an diesen Stellen auch noch Mückenlarven an der Oberfläche schwimmen, steht einer erfolgreichen Angelei nichts mehr im Wege. Man lässt seine Montage auf Grund und beginnt mit dem Heben und Senken der Hegene. Wenn möglich verzichtet man auf einen Anker, da man sonst die Fische verscheuchen könnte. Der Biss ist erkennbar indem sich an der Rutenspitze ein leichtes Zupfen einstellt, oft wird sie auch angehoben (Heber). In jedem Fall ist ein sofortiger Anhieb zu setzen um die Renke zu haken. Um die gehakte Renke auch keschern zu können ist ein sehr feinfühliger Drill nötig. Hier liegt der große Vorteil einer Achsrolle. Man bremst mit dem Finger oder der Hand, hat den direkten Fischkontakt und kann auf schnelle Fluchten mit Gefühl reagieren. Wenn dann noch die Rute passt, kann eigentlich nichts mehr passieren. Da Renken sehr leicht ausschlitzen könnt ihr euch durch die richtige Gerätewahl sehr viel Ärger ersparen.

Maränendrill